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Seminarreihe: 

Transformatives (Ver)Lernen

im Spannungsfeld von innerem und äußerem Wandel (Organisiert von Brot für die Welt, Bildungsstelle Nord)

23. – 25.09.2022: Präsenz-Seminar, Buschhof Kattendorf
08.11.2022 | Online-Seminar | 16 – 19 Uhr
23.03.2023 | Online-Seminar | 16 – 19 Uhr

An Bildung werden hohe Erwartungen gestellt, zu einer sozial-ökologischen Transformation beizutragen. Denn klar ist, eine Transformation im Äußeren wird nicht ohne Wandel in unserem Inneren gelingen. Es braucht einen kollektiven Kulturwandel, um Systemwandel zu ermöglichen.


In diesem Seminar ergründen wir, wie sich das äußere System in unserem Innenleben abbildet – in der Art, wie wir wahrnehmen, denken, fühlen, handeln und wonach wir streben – kurzum, in unserem Sein. Inwieweit verkörpern wir „das System“, das wir verändern wollen und sind so trotz guter Absichten oftmals selbst Teil des Problems? Was müssen wir individuell und kollektiv (ver)lernen, um einen Wandel an den kulturellen Wurzeln des Systems zu ermöglichen? Was zeichnet dann transformative Lernprozesse aus und wie können wir mit unserer eigenen Bildungsarbeit solche Lernprozesse anstoßen und begleiten?


Wissenschaftliche und aktivistische Perspektiven aus dem Globalen Süden bieten Möglichkeiten zur kritischen Reflexion des eigenen Verständnisses von Welt, Wandel, Wissen und Bildung. Mit ganzheitlich angelegten pädagogischen Experimenten versuchen wir, Verbindungen zu Wissen und Ressourcen zu schaffen, die das Potential haben, unseren Vorstellungs- und Handlungshorizont zu verschieben. Dabei schaffen rationale, emotionale, körperliche, beziehungsbasierte und naturbezogene Lernformen unterschiedliche Zugänge. Basierend auf diesen Erfahrungen reflektieren wir, was transformatives Lernen auszeichnet und wie wir unsere Bildungsarbeit transformativer gestalten können.


Im Anschluss an das Präsenz-Seminar wird die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse in die eigene pädagogische und organisatorische Praxis durch Analysetools und Reflexionsfragen unterstützt. Zwei Online-Seminare laden darüber hinaus zu vertiefenden Experimenten, zur Reflexion des eigenen Lernprozesses und zu kollegialem Austausch ein: Wie haben sich die Erlebnisse der Fortbildung manifestiert, welche konkreten Veränderungen bin ich angegangen? Auf welche inneren und äußeren Grenzen und Herausforderungen bin ich gestoßen, was sind Strategien des Gelingens? Wie können wir unseren Kompass und unsere inneren Ressourcen stärken, um in einer unsicheren, sich verändernden und doch veränderungsunwilligen Welt zu navigieren – radikal kritisch und liebevoll zugleich?


Die drei Termine bilden eine zusammenhängende Einheit und können daher auch nur zusammen gebucht werden. 

Anmeldung über Brot für die Welt.